Süßegrade des Madeiraweines
Madeirawein lässt sich grob nach drei Kriterien einteilen: Süßegrad, Rebsorte und Alter.
Süßegrade des Madeiraweins
Madeirawein wird traditionell in vier Süßegrade eingeteilt, die nicht nur den Zuckergehalt, sondern auch den Charakter des Weines prägen. So können Sie je nach Anlass und persönlicher Vorliebe gezielt auswählen.
Trockener Madeira (seco)
Trockene Madeiraweine besitzen nur sehr wenig Restsüße und wirken dadurch eher herb und frisch. Sie zeigen häufig nussige, leicht salzige und zitrische Noten und eignen sich besonders gut als Aperitif oder zu Vorspeisen.
Die Rebsorte Sercial wird immer als trockener Wein ausgebaut.
Halbtrockener Madeira (meio seco)
Halbtrockene Weine bieten etwas mehr Fülle und eine dezente Süße, ohne dabei üppig zu wirken. Sie verbinden Frische mit etwas Körper und sind vielseitig einsetzbar – etwa zu Suppen, kräftigem Fisch oder allein als Glas vor dem Essen.
Die Rebsorte Verdelho ist immer ein halb-trockener Wein; die seltene Rebsorte Terrantez wird sowohl halb-trocken oder halbsüß ausgebaut. Nur Barros e Sousa haben ihren Terrantez trocken ausgebaut.
Halbsüßer Madeira (meio doce)
Halbsüße Madeiraweine wirken deutlich weicher und runder, mit spürbarer Süße und reiferen Fruchtaromen. Sie passen gut zu würzigem Käse oder Schokolade, können aber auch einfach solo als Digestiv genossen werden.
Die Rebsorte Bual (auch Boal) ist immer ein halb-süßer Wein)
Süßer Madeira (doce)
Süße Madeiraweine sind reich, konzentriert und sehr aromatisch. Noten von Karamell, Trockenfrüchten, Honig und Schokolade sind typisch. Sie eignen sich hervorragend als Dessertbegleiter oder als Meditationswein für den ruhigen Abend.
Ein Malvasia (auch Malvazia, Malmsey) ist immer ein süßer Wein.

